Das Blog-Format „12 von 12“ steht für 12 spontane Fotos vom 12. Tag eines Monats und soll einfach nur meinen Tag dokumentieren. Ich tue mich mit dem Format sehr schwer, weil mein Alltag gerade nicht besonders spannend ist.
Daher habe ich mich entschieden „12 vom 12“ mit einer Aufgabe zu versehen um mich ein wenig herauszufordern.
Für den Mai habe ich die verschlossenen Gartentüren auf meinem wochenendlichen Dogwalk fotografiert. Es gab mehr als 12 verschlossene Türen auf der Strecke. Mir haben aber 12 gereicht. Es ist schon erstaunlich, wieviele Vorhängeschlsser es auf einer Strecke von knapp 1,5 km gibt 😱😂
Bitte draußen bleiben.
Wer wohl dahinter wohnt?
Ich liebe diese alten Gartentüren mit abgeplatztem Lack und wilder Rose drumherum. Sie erzählen Geschichten – auch wenn man sie nicht hört. Vielleicht ist das ihre Magie.
Das Glück liegt dahinter.
Oder davor. Oder mittendrin. Kommt drauf an, ob du suchst oder einfach nur schaust. Gartentüren lassen viel Raum für Interpretation – und das liebe ich.
Die Katze kommt trotzdem rein.
Gartentür verschlossen? Interessiert die Nachbarskatze herzlich wenig. Es erinnert mich daran, dass echte Freiheit selten durch Türen begrenzt wird.
Schloss mit Aussicht.
Eine Gartentür mit Schloss ist nicht unhöflich. Sie ist einfach müde vom ständigen Auf und Zu. Manchmal will auch ein Garten einfach seine Ruhe haben.
Kindheitserinnerung aus Holz.
Früher war da diese knarzende Gartentür bei Oma. Immer verschlossen, aber nie abgeschlossen. Heute denke ich: Vielleicht war das Vertrauen das eigentliche Schloss.
Der Moment davor.
Da stehst du. Draußen. Die Tür ist zu, der Garten verborgen. Und du entscheidest: Gehst du weiter oder wartest du, ob jemand von innen öffnet?
Privat, nicht geheim.
Nicht alles, was man nicht betreten darf, ist ein Mysterium. Manche Gartentüren sagen nur: „Heute nicht.“ Vielleicht morgen. Vielleicht nie. Und das ist okay.
Mit Herz verriegelt.
Manche verschlossene Türen wirken kühl – bis man sie liebevoll betrachtet. Dann sieht man das kleine Herz im Holz, den Willkommensgruß in verblasster Schrift. Schutz kann zart sein.
Grenzen, die wachsen.
Eine verschlossene Gartentür ist keine Mauer. Sie hat Ritzen, durch die Licht fällt. Und manchmal auch Gänseblümchen, die einfach drunter durchwachsen.
Durch’s Schlüsselloch.
Manchmal würde ich so gern durch eine fremde Gartentür spähen. Nicht aus Neugier, sondern aus Sehnsucht. Nach Stille, Grün, vielleicht einem Apfelbaum.
Vielleicht ist sie offen.
Manchmal wirkt eine Gartentür verschlossen, ist aber gar nicht abgeschlossen. Ein sanfter Druck genügt – und sie schwingt auf. So wie manche Gespräche, die längst fällig waren.
