von Stefanie Koch

Asanas

Der Anfang allen Yogas

Die Geschichte der Asanas

Ein Auszug aus meiner Prüfungsarbeit für die Yoga-Lehrerinnen-Ausbildung "Vinyasa Yoga 500h"
Wie alles begann

Die Geschichte der Asanas ist eine Geschichte voller Missverständnisse um es einmal mit einem sehr weiblichen Werbeslogan zu sagen.

Ich glaube mein erster Kontakt mit Yoga war wie bei vielen eine Yoga-Stunde in einem Fitness-Studio. Eine sehr sportliche Stunde mit ein paar Haltungen, die einfach aussahen, aber es in sich hatten. Ich habe geschwitzt, mein Atmen lief komplett unrund und Teile meines Körpers waren grundsätzlich an der falschen Stelle.

Nichts desto trotz hat mich diese Stunde angesprochen und meinen sportlichen Ehrgeiz geweckt. Ich bin immer wieder hingegangen und habe angefangen die Asanas/Körperhaltungen lieb zu gewinnen und mich auf das Ziehen, Zerren und Verdrehen gefreut. Einen wirklich spirituellen Charakter hatte meine Praxis aber definitiv nicht.

Natürlich wurde mein Ehrgeiz noch zusätzlich durch die Hochglanzbilder von dem perfekten Körper in perfekten Posen vor einem perfekten Hintergrund geweckt. Je komplizierter die Position, desto mehr war es Yoga – oder so.

Eine Yoga-Lehrerinnen-Ausbildung verwirrt definitiv mehr als das sie erleuchtet.

Als ich dann mit der Ausbildung anfing wurde das Thema Asanas für mich immer mehr zu einem Buch mit sieben Siegeln. Die Asanas, ihre Anzahl, ihre Wirkungen, ihre Variationen alles wurde immer komplizierter und löste sich immer weniger auf. Fast jeder Zweig des Yoga mit dem ich mich beschäftigte, definierte die Asanas, ihren Stellenwert, die Bedeutung und ihre Herkunft anders und verwirrte mich immer mehr.

Die eine Yoga-Richtung behauptet es reicht 12 Asanas in einer bestimmten Reihenfolge zu beherrschen. Die nächste Richtung sagt, es gibt 32 Asanas, welche in dieser Welt den Sterblichen Erfolg bewirken; aber darüber hinaus gibt es 84 Hauptasanas. Ein anderer Autor behauptet in seinem Buch sind alle existierenden Asanas (2.100) abgebildet. Shiva sagt, es gibt so viele Asanas wir Lebewesen auf der Erde gibt – wer hat die denn alle gezählt.

Dann gibt es Yoga-Stilrichtungen, die von sich behaupten die einzig richtige Asana-Ausführung zu kennen – je strenger, desto besser.

Und dann hat mir "Svadhyaya - Das Selbststudium" geholfen

Wie gesagt, je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, desto verwirrender wurde es. Diese Hausarbeit war für mich die Gelegenheit um für mich selber Licht in das Dunkel zu bringen und mich mit der Geschichte der Asanas, die unweigerlich sehr eng mit der Geschichte des Yoga verbunden ist, intensiv zu beschäftigen.

Im Rahmen meiner Recherche zu dem Thema habe ich einen Artikel über das Buch „YOGA BODY – The Origins of modern Posture Practice“ von Mark Singleton aus dem Jahr 2010 gefunden. Veröffentlicht wurde der Artikel im Schweizer Yoga-Journal. Dieser Artikel war für mich die Grundlage zum Einstieg in das Thema, das im Laufe der Arbeit immer mehr mit den klassischen Yoga-Schriften und modernen Aspekten angereichert wurde.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen.

- Fortsetzung folgt -